Luzerne

Bild Luzerne
Luzernenpflanze

Die Luzerne gehört zur Pflanzenfamile der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) an. Sie ist eine Art aus der Gattung Schneckeklee und dient im landwirtschaftlichen Bereich ausschließlich als Futterpflanze. Durch die Symbiose mit Rhizobien kann die Pflanze sogar molekularen Stickstoff aus der Luft aufnehmen um Protein daraus zu bilden. Durch die stickstoffbindenede Fähikeit der Pflanze werden landwirschaftlich geutzte Böden durch den Anbau der Luzerne verbessert. Die besten Erträge als Futterpflanze erzielt die Luzerne auf Ackerböden mit ph-Werten von 6,8 - 7,5.

Das Wurzelwerk der Luzerne bildet sich bis in eine Bodentiefen von 6 m aus. Dadurch erweitert die Pflanze ihre Wasservsorgung (nutzbare Feldkapazität) und kommt auch mit langanhaltender Trockenheit gut zurecht. Deshalb werden Luzerne unter anderem auch gerne in Südeuropäischen Ländern als Futterpflanze gerne genutzt.

Abhängig von Boden und Niederschlagsmengen sind Erträge von bis zu 15 t/ha pro Jahr Trockenmasse möglich. Die Pflanze ist sehr robust und braucht nach Ausbildung eines guten Wurzelwerks sehr wenig Plegeaufwand. In Deutschland werden Luzerne meistens 4 Jahre ackerbaulich genutzt.

Luzerne weisen einen extrem hohen Anteil an Proteine auf. Während für Sojaextraktionsschrot ein Anteil von 35  % des Rohproteins als „Durchflussrohprotein“ angegeben wird, werden für Kleegras- und Luzernegras-Trockengrüngut 40 % und für Luzerne-Trockengrüngut sogar bis zu 45 % Durchflussprotein angeführt.

 

Luzerne in Form von Ballen oder Cobs

Luzerneballen
Struktur eines Luzerneballens

Zunehmend wird mit Heißluft getrocknetes Gras nicht nur in pelletierter Form (Cobs), sondern auch kurz gehäckselt und zu Quaderballen (Heißluftheu) gepresst angeboten. Beide Futtermittel stellen infolge geringer Konservierungsverluste hochwertige Futtermittel dar. Vorteile beider Produkte sind die durch Wämebehandlung höhere Pansenstabilität des Rohproteins und die gute Lagerfähigkeit. Cobs als Schüttgut erfordern einen im Vergleich zu „Heißluftheu“ geringeren Arbeitsaufwand bei der Handhabung in der Futtertrocknung und im landwirtschaftlichen Betrieb. Heißluftheu wird in der Kälberfütterung, als Rationsergänzung beim Milchvieh und auch als strukturiertes Grundfutter in TMR-Mischungen eingesetzt. Die Struktureigenschaften von Heißluftheu regen eine erhöhte Wiederkautätigkeit an und führen damit zu einer erhöhten Einspeichelung des Futters mit möglichen Auswirkungen auf pH—wert im Pansen, Michfettgehalt und Futteraufnahme.

tl_files/content/img/Bundesfachverband Landwirtschaftlicher/BildLuzernne.png Artikel: Luzerne statt Soja PDf