Geschichte

Am 10.01.1958 wurde in Hannover die

 

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Trocknungsbetriebe

 

gegründet. Gründer waren die regionalen Arbeitsgemeinschaften für Grünfuttertrocknung in den Bereichen der Landwirtschaftskammern Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Hannover, Westfalen und Rheinland, mit damals zusammen 45 Trocknungsanlagen. Bereits im folgenden Jahre wurde sie ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf eingetragen als

 

Fachverband landwirtschaftlicher Trocknungswerke.

 

Erst 1970 kam der Verband von Bayern und später der von Baden-Württemberg als Mitglieder hinzu. 1972 wurde der Verband umgenannt in

 

Bundesfachverband landwirtschaftlicher Trocknungswerke

 

und ist heute im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn eingetragen. Bis 1974 galt die 1. Satzung, die folgende wurde 1982 durch eine dritte abgelöst. Die aktuell gültige Satzung wurde am 30.06.2015 im Registergericht eingetragen. 

 

Vorsitzende:

 

1958 – 1970    DL C.G. Vogeler, Neuböternhöfen/Hohenwestedt

1970 – 1971    RD Deuringer, München

1972 – 1975    DL G. Wirtz, Meppen

1976 – 1981    Jürgen Hornbostel, Rehlingen/Lüneburg

1981 – 2008    Alfons Biber, Bedernau/Unterallgäu

2008 – 2009    Philipp Schlapak, Wechingen/Nördlingen

2010 - 2014    Alfons Biber, Bedernau/Unterallgäu

2014 -            Anton Eller, Thomas Gutmann, Christian Scheuerlein, Josef Schwellinger, Heiko Horak, Werner Hübner

 

Geschäftsführer:

 

1958 – 1964    DL w. Klusmann, Kiel

1965 – 1971    Dr. M. Oehring, Kiel, anschließend bis

1980 Beauftragter für Markt- und CIDE-Fragen

1971 – 1974    Udo Mahrahrens, Hannover

1975 – 1980    Dr. Ewert, Ersehof/Braunschweig

1980 – 1981    Dr. Sinzinger, München

1982 – 1989    LD Josef Pregler, Mindelheim

1989 – 1991    Elmar Bader, Mindelheim

1991 – 2008    Alfons Biber, Bedernau, geschäftsführender Vorstand

2008 – 2009    Trocknung Wechingen

2010 – 2013    Alfons Biber, Bedernau

2013 – 2015    Jutta Kraus

2015 – 2018    Roland Hofmockel

2018             Sebastian Proske

 

Aus der 25-jährigen Geschichte bis 1983 (Aufzeichnungen von Herrn Dr. Oehring):

Nunmehr kann der bundesdeutsche Trocknungsverband auf ein 25-jähriges Bestehen und auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Stets aber hat diese Interessenvertretung ihre Aufgabe voll erfüllt, dies gilt für die nationale und die internationale Ebene. Hier und heute soll jedoch nicht weiter auf die Geschichte eingegangen werden, vielleicht aber nur soviel aufgezeigt werden, dass in der ersten Hälfte des Bestehens des Verbandeseindeutig im Norden der Bundesrepublik das Schwergewicht der Trocknerei lag. Anfang der siebziger Jahre wurden vorwiegend in Bayern zahlreiche Trocknungsanlagen mit staatlicher Beihilfe errichtet, so dass dort ein enormer Aufschwung bei er Herstellung und beim Verbrauch von Trockengrün entstand. Die Fütterung von Cobs hat dort einen festen Stellenwert in der Wiederkäuerfütterung. Im Norden Deutschlands hat das Trockengrün als wirtschaftseigenes Kraftfutter nunmehr keine Bedeutung mehr. Dies liegt nicht nur an den inzwischen enorm hohen Trocknungskosten, sondern vielmehr an relativ niedrigen Kraftfutterpreisen infolge Seehafennähe und verstärkter Anwelksilagebereitung.

 

Ausgang des 60er Jahre erlebte die Heißlufttrocknung eine gewisse Renaissance und es galt nunmehr, die Trocknung von überschüssigen Kartoffeln zu betreiben. In den kartoffelreichen Gebieten Niedersachsens und Frankens ging man an diese Aufgabe, sinnvoller Weise jedoch fast immer in Mehrzwecktrocknungen. Es kam mit Hilfe von Verbandsarbeit zu entsprechenden staatlichen Beihilfen. In den letzten Jahren war die Kartoffeltrocknung vorwiegend aus Energiekostengründen wieder rückläufig.

 

 

Unabhängig vom Kenntnisstand gestaltete sich die Einstellung gegenüber der Heißlufttrocknung, das Für und Wider, im Laufe der vielen Jahre recht unterschiedlich, nicht selten rein emotionell. Diese Einstellung der Fachkreise rund um die Landwirtschaft reichte von voller Zustimmung bis zur totalen Ablehnung: „Es ist leichter Geld zu verdienen, wenn man Wasser hinzufügt wie Bäcker, Fleischer oder abfüllender Destillateur, anstatt Wasser herauszuziehen wie ein Trockner oder Deshydrateur“. Diesen abgewandelten professoralen Unkenrufen zum Trotz haben sich unsere Trockner immer wieder voll ihrer Aufgabe gewidmet. Enge Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen und der Industrie halfen hierbei über Kontakte und Erfahrungsaustausch recht beträchtlich. Aus der mittleren Zeit des Bundesfachverbandes sei dafür stellvertretend für alle Beteiligten besonders Herrn DL G. Frank von der Fa. Amandus Kahl Nachf. Hamburg gedankt.