Pressemitteilung vom 30.01.2019

 

Trockengrünbranche produzierte 2018 trotz Trockenheit auf hohem Niveau Heu

(Wechingen, 30.01.2019) Im Jahr 2018 konnten die Trocknungen in Deutschland trotz der langanhaltenden Dürre die Produktion auf hohem Niveau fahren. Insgesamt wurde letztes Jahr in Deutschland rund 2,3 Mio. Dezitonnen (dt) heimisches Futtermittel hergestellt. Das für die Trocknungen wichtigste Produkt Trockengrün - technisch getrocknetes Gras und Luzerne – konnte letztes Jahr über 1,9 Mio. dt produziert werden.

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Trotz Dürre gut durch das Jahr 2018

Durch gute Kooperationen mit den Landwirten, einer nachhaltigen Strategie sowie die Steigerung des Anbaus an Luzerne kamen die Trocknungen gut durch die langanhaltende Dürre.

In Deutschland wird in 36 Produktionsstandorte das veredelte Produkt Trockengrün produziert. 17.000 Landwirte sind in Deutschland in genossenschaftlichen Trocknungsbetrieben organisiert und beziehen das artgerechte und natürliche Grundfutter Trockengrün.

Da Anfang des Jahres bis April deutschlandweit ausreichend Niederschläge aufkamen und schon warme Temperaturen zu verzeichnen waren, begünstigte dies ein frühes und gutes Graswachstum.

BLTD-Vorstandssprecher Anton Eller: „Der erste Grünschnitt war noch sehr zufriedenstellend. Jedoch gingen die Niederschlagsmengen ab Mai drastisch zurück. In manchen Gebieten blieben Niederschläge sogar bis in den Herbst komplett aus. Hingegen im Süden kamen im Vergleich zu den Jahren davor zwar auch weniger Niederschläge auf, jedoch ausreichend für ein zufriedenstellendes Graswachstum.“

„Trotz der Dürrekrise, die viele Teile der Landwirtschaft stark getroffen hat, können wir dennoch zufrieden auf das Jahr 2018 zurückblicken. Zwar konnten auch wir nicht unsere Mengen vom Vorjahr erreichen. Doch unsere Produktionsmengen konnten annähernd in 2018 gehalten werden - dürrebedingt nur 15% weniger zum Jahr 2017. Dennoch konnten die Trocknungen in Deutschland bisher Ihre Stammkundschaft und Genossenschaftsmitglieder mit Trockengrün ausreichend versorgen,“ betont Anton Eller.

Die Trocknungen in Deutschland produzieren nicht nur Trockengrün, sondern stellen weitere Futtermittel wie z.B. Maiscobs her. Da die Dürre in der Landwirtschaft beim Maisanbau nur geringe Folgen hatte, konnte die Produktionsmenge von Maiscobs ein auf > 280.000 dt gesteigert werden.  Maiscobs ist ein sehr beliebtes Futter, das vor allem in Heumilchbetrieben als energiereiche Futterergänzung eingesetzt wird.

Auch künftig weiterhin starker Lieferant heimischen Eiweiß

Mit 80% Anteil bleibt Trockengrün das wichtigste Hauptprodukt der Trocknungen. Abhängig von den diesjährigen Niederschlagsmengen strebt die Trockengrünbranche in 2019 wieder gewohnte Produktionsmengen von > 2,2 Mio. dt Trockengrün, bzw. insg. geplante Produktion heimischer Futtermittel von über 2,6 Mio. dt an.

Die deutschen Trocknungen leisten einen großen Anteil für die Tierfutterversorgung mit heimischem Eiweiß und versorgen die Landwirte mit regionalem und natürlichem Grundfutter. So steuerte die Trockengrünbranche in 2018 mit rund 35.000 t Rohprotein einen erheblichen Anteil zur heimischen Eiweißversorgung bei.

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Pressemitteilung vom 25.10.2018

Mit langfristigen Kooperationen leisten Grünguttrocknungen wertvollen Beitrag zur Tierfutterversorgung.

Starke Nachfrage nach dem natürlichen Tierfutter Heu führt  jedoch zu marktbedingt höheren Preisen.

(Wechingen, 25.10.2018) Die langanhaltende Dürreperiode setzte den Landwirten erheblich zu. So gab es nicht nur im Ackerbau, sondern auch bei der Ernte von Gras und Luzerne je nach Region bis zu 50 % Ertragseinbußen. Die Nachfrage nach Heu blieb jedoch unvermindert hoch, was aktuell zu einem marktbedingten Preisanstieg führt.

Die Grünguttrocknungsanlagen versorgen in Deutschland übers Jahr rund 20.000 Landwirte mit Trockengrün - dem natürlichem Tierfutter in Form von Heuballen und Grascobs. Vergangenes Jahr wurden über 2,6 Mio. dt heimisches Futtermittel an 37 Trocknungsstandorten für die Landwirte erzeugt.

„Dieses Jahr werden die Produktionsmengen voraussichtlich trotz der dürrebedingten Saison nur leicht unter dem Vorjahr liegen. Bisher konnte durch die beständige Zusammenarbeit mit den Landwirten der Bedarf mit technisch getrocknetem Gras und Luzerne (Trockengrün) noch ausreichend gedeckt werden. Hier zahlt sich eine langfristige Partnerschaft zwischen Landwirten und Trocknungen aus“, betont BLTD-Vorstandssprecher Anton Eller.

„Doch durch die dürrebedingt stark gestiegene Marktnachfrage können auch die Trocknungsanlagen den Mehrbedarf durch Neukunden nicht zufriedenstellend bedienen. Bei so einer kurzfristig stark überhöhten Nachfrage führt dies zu einem marktbedingten Preisanstieg“, so Anton Eller.

Die Trockengrünbranche ist mit Abstand der größte Lieferant heimischen Eiweißes und versorgt in langfristigen Partnerschaften die Landwirte mit regionalem und natürlichem Tierfutter.

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Pressemitteilung vom 09.08.2018: Trocknungsanlagen sichern langfristig die Grundversorgung für Tierfutter mit heimischem Eiweiß in Deutschland!

 

(Wechingen, 09.08.2018) Trotz der zurzeit für die Landwirtschaft massiv ertragsmindernde Dürreperiode konnten bisher die Trocknungen in Deutschland die Tierfutterversorgung durch beständige Zusammenarbeit mit den Landwirten mit technisch getrocknetem Gras und Luzerne (Trockengrün) versorgen. Über 10.000 Landwirte sind in Deutschland in genossenschaftlichen Trocknungsbetrieben organisiert und setzen somit auf langfristige Kooperationen. 

„Trockengrün ist ein wertvolles Produkt für die Viehfütterung, das vor allem in der Milchviehhaltung von großer Bedeutung ist. Durch die aktive Heißlufttrocknung bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine und Mineralstoffe erhalten, ebenfalls werden pansenstabile Proteine nutzbar gemacht. Dadurch kann mit heimischem Grüngut die Milchproduktion gesteigert werden. Trockengrün fördert somit regionale Bewirtschaftungsstrukturen heimischer Flächen und stellt eine regionale Futterquelle für die Tierhaltung dar“, betont BLTD-Vorstandssprecher Anton Eller. 

Laut der Europäischen Kommission werden die für die europäische Tierhaltung benötigten Proteine durch über 30 Mio. t Futtermittelimporte, hauptsächlich mit Sojaprodukten aus Übersee, gedeckt.

Das technisch getrocknete Grüngut ist das Futter aus der Region - für die Region. Umfragen des BLTD eV ergaben, dass alle Trocknungsanlagen in Deutschland zu 100 % regionale Graslieferungen aus nächster Nähe nutzen, um das heimische Eiweiß für den Landwirt bereitzustellen.